Chronik

Liebe Leserinnen und Leser,

Im September 1975 öffnete das heutige Gebäude der Volksschule Tristach feierlich seine Türen – ein modernes Zuhause für Bildung und Lernen, das seither Generationen von Schülerinnen und Schülern geprägt hat.

Was damals mit viel Engagement und Weitblick der Gemeinde und der Bevölkerung entstand, ist heute ein lebendiger Ort des Lernens, der Begegnung und des Miteinanders. Über die Jahre hat sich vieles verändert – Lehrpläne, Unterrichtsformen, technische Ausstattung – doch der Kern ist derselbe geblieben: Die Volksschule Tristach ist ein Ort, an dem Kinder mit Freude lernen, wachsen und wichtige Grundlagen für ihr Leben erhalten.

Die Volksschule Tristach bleibt ein Ort, an dem Bildung lebendig ist.

Schulleiter Norbert Salcher

 

Aus der Chronik der Volksschule

Die Schule in Tristach besteht schon seit 1732. In den Anfängen erteilte Pfarrer Vilgoner in den Bauernhäusern zu „Oberwutz“ für das Unterdorf, zu „Oberschneider“ für das Oberdorf und beim „Schuß“ für die Egarte den Unterricht. Das heutige Gebäude wurde am 8. September 1975, also vor 50 Jahren, seiner Bestimmung übergeben. Nach einem Gottesdienst durch Pf. Cons. Anton Anton begrüßte Direktor Max Hafele 108 Schülerinnen und Schüler sowie Eltern und Lehrer im neu erbauten Gebäude in der Lavanter Straße.

Der damalige Bürgermeister Oberguggenberger freute sich seinerseits ebenso und überreichte mit besten Wünschen inoffiziell die Schlüssel.

Damals bestand das Lehrerkollegium aus VL Antonia Bücher, VHL Aloisia Gritsch, VL Wilfried Schrott und VD Max Hafele, die in 4 Klassen unterrichteten.

Ende Oktober fanden zwei Tage der offenen Tür für Eltern und die Bevölkerung statt.

In diesem Jahr nahm zu Semesterwechsel auch noch der Kindergarten seinen Betrieb auf.

 

Ein Auszug aus dem Osttiroler Boten: „Das Gemeindeoberhaupt verwies in seinem Bericht auf die rege Bautätigkeit in Tristach, auf den starken Zuzug und Zuwachs und die räumliche Beengtheit in den kommunalen Einrichtungen. So hat der Gemeinderat unter Bgm. Koller am 17.09.1971 beschlossen, eine neue vierklassige Volksschule mit einem Kindergarten zu bauen. Die Planung wurde Architekt Rudolf Stotter aus Lienz übertragen. …

… Der Finanzierungsplan wurde dank gediegener Bauaufsicht wesentlich unterschritten; die Gesamtkosten konnte Oberguggenberger mit 10,6 Millionen Schilling angeben.“

Über die Jahre blieb die Schule mit manchmal mehr, manchmal weniger Schülern immer 4-klassig. Zwischen 2011 und 2015 wurde die Schule sogar mit 5 Klassen geführt. Die geringste Schülerzahl belief sich auf gerade 52 Kinder, die Höchstzahl lag bei 108 Schülerinnen und Schülern. Neben den Pädagoginnen und Pädagogen, gab es im Laufe der Zeit auch immer wieder einen Direktorwechsel:

So versah Direktor Max Hafele zu Beginn am heutigen Standort seine leitende Tätigkeit bis November 1986. Auf ihn folgte für kurze Zeit Frau Aloisia Gritsch, die mit der Leitung der Schule für zwei Monate betraut wurde.

Mit 1. Jänner 1987 übernahm der neuernannte Direktor, Franz Gruber, die Leitung der Schule, die er für 15 Jahre bis Ende des Schuljahres 02/03 innehatte.

Als Nachfolger wurde Martin Achmüller aus Tristach ernannt. Nach 13-jähriger Tätigkeit übernahm im November 2016 Leopold Freiberger aus Zwickenberg das Ruder, das er mit Ende des Schuljahres 20/21 wiederum an Norbert Salcher aus Lienz übergab

75/76

Schulhaus- und Kindergarteneinweihung bzw. Gemeindewappenverleihung

84/85

Visitation des Bischofs Reinhold Stecher

85/86

Neuer Bürgermeister Alois Walder.

86/87

Verabschiedung von Direktor Max Hafele.

Franz Gruber wird als neuer Direktor bestellt.

87/88

Im darauffolgenden Sommer folgen die ersten Renovierungsarbeiten.

89/90

In der Schule findet bei reger Anteilnahme eine Dorfbildungswoche statt.

90/91

In der Schule wird eine neue Heizungsanlage eingebaut und die Klassen erhalten wärmedämmende Jalousien.

91/92

Bürgermeister Alois Walder und Pfarrer Peter Bodner eröffnen, umrahmt von einer netten Feier, den fertiggestellten Schulgarten.

92/93

Am Schulhaus werden außen Malerarbeiten durchgeführt.

In den Ferien erfolgt der Spatenstich für das neue Gemeindezentrum. Für den Zeitraum des Umbaus dient das Schulhaus für alle Vereine, wie Musikkapelle, Kirchenchor, usw. als Probe- und Veranstaltungsraum.

93/94

Die Schule erhält neues Gestühl für die 3. und 4. Klasse, im 1. Stock wird ein neuer Boden gelegt.

Ebenso neu gibt es einen eigenen Werkraum, der mit dem notwendigsten Werkzeug ausgerüstet ist.

02/03

Beim Schulfest wird Dir. OSR Franz Gruber in einer netten Feier nach 17 Jahren als Schulleiter in Tristach verabschiedet. Er begibt sich in den wohlverdienten Ruhestand.

03/04

VD Martin Achmüller übernimmt die Schulleitung.

06/07

Die Umbau- und Sanierungspläne für die neue Volksschule sind von Architekt Dipl. Ing. Egon Grissmann erarbeitet und genehmigt, der Finanzierungsplan steht, somit steht dem Bauvorhaben nichts mehr im Wege. Geplant sind neu adaptierte Klassenzimmer (Böden, Innenausstattung), Gruppenräume, eine Bibliothek, ein neues Lehrerzimmer, eine neue Direktion (beides wird in den 1. Stock verlegt), ein Medienraum und ein neuer Werkraum. Weiters sollen eine Dachsanierung vorgenommen und eine Hackschnitzelheizung installiert werden. Nördlich des Kindergartens soll ein Funcourt entstehen. Schlussendlich sind neue Fenster und Türen für den gesamten Schulbereich geplant.

Bereits im Frühjahr 2007 wird mit dem Bau des östlich an das bestehende Schulhaus angrenzenden Turnsaals begonnen, der Unterricht wird dadurch vorläufig nicht gestört.

07/08

Bereits im April beginnt der Innenausbau des Turnsaals, ab Mai wird der alte Turnsaal abgerissen und es beginnt der Bau der Garderoben und Nassräume.

Im Juni beginnen die Lehrer bereits das Schulhaus, soweit möglich, leer zu räumen. Alles, was an Schuleigentum vorhanden ist, wird in Schachteln gepackt und im neuen, schon fast fertigem Turnsaal gelagert.

Schulschluss ist in diesem Jahr bereits am 27. Juni, damit mit den Fertigstellungsarbeiten an der Schule begonnen werden kann. Weil kein Schulraum mehr zur Verfügung steht, werden die Zeugnisse auf der „Tratte“ verteilt.

In den Ferien erfolgt die komplette Neuausstattung der Klassen (abgehängte Schalldecken, neue Böden, Inventar, Fenster, Türen, sanitäre Anlagen).

Ein neuer Medienraum mit Mobiliar, neuen Rechnern, Flachbildschirmen, Beamern und Laptops wird eingerichtet. Auch der neue Werkraum wird im Sommer fertiggestellt.

Der Bau und die Installation der Hackschnitzelheizung (Lager und Brenner im Recyclinghof der Gemeinde) wird abgeschlossen. Die Fassaden des Schulhauses werden mit wärmedämmenden, färbigen Platten verkleidet.

08/09

Der Unterricht beginnt auf Grund der Umbauarbeiten eine Woche später (15. September) in einem vollkommen neuen und grandios gelungenen Schulhaus. Alle freuen sich auf das Arbeiten und Lernen in dieser großartigen Umgebung.

Am 18. Oktober gestaltet die Schule einen „Tag der offenen Tür“, um das „Prunkstück“ der neuen VS Tristach der interessierten und neugierigen Dorfbevölkerung zu präsentieren. Der unerwartet zahlreiche Besuch der Gäste sprengt beinahe das Fassungsvermögen des Schulhauses.

Am 7. November wird das neue Schulhaus in Anwesenheit von viel Prominenz aus Politik und Wirtschaft, unter anderem LH Günther Platter und Bgm. Ing. Alois Walder, von Cons. Josef Indrist eingeweiht. Eine grandiose Feierstunde wurde von Lehrern und Schülern vorbereitet und sogar von der MK Tristach mitgestaltet.

Leider verstirbt der geschätzte und gönnerhafte Freund und Unterstützer der Schule, Bürgermeister Ing. Alois Walder, ohne den es zu so einem gelungenen Schulhausumbau wohl nicht gekommen wäre, unerwartet am 31. März 2009.

10/11

Die neue Schulbücherei wird mit einer netten Feier eröffnet.

11/12

Auf Grund der hohen Schülerzahl bei den Anfängern gibt es erstmalig zwei 1. Klassen, was bedeutet, dass die Schule für 4 Jahre 5-klassig wird.

Bischofsvisitation von Bischof Manfred Scheuer.

12/13

Da sich für die nächsten Jahre in der Schule ein Kind im Rollstuhl befindet, wurde über den Sommer von der Gemeinde ein Lift eingebaut. Außerdem erhalten die Klassen Lüftungsgeräte, welche das Arbeitsklima und die Raumluft enorm verbessern.

15/16

Die Freiklasse“ im Außenbereich/Schulgarten der Schule erhält unter Aufsicht vom Osttiroler Künstler Herbert Gaschnig ein total neues und buntes „Gesicht“. Die Schüler bemalen unter seiner Anleitung gekonnt die großen und kahlen Wände und Säulen.  

16/17

Mit 31. Oktober 2016 tritt VD OSR Martin Achmüller nach 13 Jahren als Schulleiter in Tristach in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird VL Freiberger Leopold, der die Schulleitung mit 1. November übernimmt.

19/20

Wir werden von der Corona – Pandemie heimgesucht! 1. Lockdown im März 2020. Es folgen noch zwei weitere.

21/22

Schulleiter Leopold Freiberger verlässt die Schule. Auf ihn folgt Schulleiter Norbert Salcher, der vorher die Volksschule Thal geleitet hat. Es gibt immer noch Coronamaßnahmen, die erst Ende diesen Schuljahres ausklingen.

Die Nichtvereinbarkeit von Schule und Beruf machte es schon im Laufe des vorausgegangenen Schuljahres notwendig, die betroffenen Familien mit einer Nachmittagsbetreuung zu unterstützen. Diese wird in diesem Jahr mit Betreuung, Mittagstisch und Hausübungsbetreuung von Montag bis Donnerstag eingerichtet und erfreut sich von Anfang an großer Beliebtheit.

22/23

Mit Unterstützung der Gemeinde und Herrn Sepp Stocker wurde ein Gartenhaus realisiert.

23/24

Beteiligung der Schule bei der Enthüllung der Bronzeskulptur „Der Trommler“ von Künstler Leonhard Lorenz und der Einweihung der neu gestalteten Tratte.